Was wäre, wenn die Nationalsozialisten nicht nur den Zweiten Weltkrieg gewonnen, sondern auch über 20 Jahre uneingeschränkt ihre Ideologie durchsetzen hätten können? Diese harte Satire aus dem Jahr 1966 kommt der Antwort erstaunlich nahe.

Ankerpunkt

Die nationalsozialistische Esoterik

Als im 19. Jahrhundert die Bindungskraft des Christentums immer mehr schwand, entstand als Gegenreaktion unter anderem eine spiritualistisch geprägte Bewegung.

Teile dieser Ideologie zeigten bereits starke rassistische und antisemitische Züge.

Entsprechend schöpfte Adolf Hitler, zum Beispiel für „Mein Kampf“, aus spiritualistisch-okkulten Quellen. Zum Beispiel in der Vorstellung, dass nur die arische Rasse in der Weltgeschichte Kulturen begründet hätte.

Damit war er nicht der einzige Nationalsozialist.

Zum Beispiel war sein Stellvertreter in der NSDAP, Rudolf Heß, Anhänger der Astrologie und sympathisierte mit spiritualistisch ausgerichteten Bewegungen.

Der Chefideologie der Nationalsozialisten, Alfred Rosenberg, forderte bereits 1933, das Christentum zugunsten einer völkischen Esoterik zurückzudrängen.

Der größte Verfechter einer nordisch geprägten, spiritualistisch-okkulten Ideologie war die SS unter der Führung des germanisch-mythologisch geprägten Heinrich Himmler.

Himmler regelte persönlich das familiäre Leben seiner Untergebenen, zum Beispiel durch Anweisungen, mehr Kinder zu zeugen.

Um die Ernährung der Soldaten auf die von Himmler bevorzugten nicht-alkoholischen Getränke zu forcieren, übernahm die nationalsozialistische Elite-Organisation sogar im Laufe des Zweiten Weltkrieges den deutschen Mineralwassermarkt.

Himmler führte in der SS auch statt Weihnachten das angeblich germanische Julfest ein.

Als Stätte für solche und ähnliche „Weihefeiern“ der nationalsozialistischen Rassenlehre dienten zum Beispiel die angeblich germanischen Kultstätten der Externsteine bei Detmold (siehe Bild).

Foto der Externsteine bei Nacht
(wewi-photography/Shutterstock)

Diese waren vorher und sind bis heute auch bei Esoterikern als angeblich spiritueller „Kraftort“ beliebt.

In der Nähe der Externsteine ließ Himmler mit der Wewelsburg daher das ideologische Zentrum der SS erbauen.

Diese esoterisch angehauchte Romantik hat auch bis in die heutige Zeit überlebt und wird aktuell mit Teilen der sogenannten „Querdenkerszene“ sowie den „neuen Rechten“ in Verbindung gebracht.

Der internationale Nationalsozialismus

Als die Nationalsozialisten 1933 im Deutschen Reich an die Macht kamen, waren sie zuerst außenpolitisch isoliert.

Dies bedeutete aber nicht, dass es in anderen Ländern nicht auch Gruppen gegeben hätte, die bis 1945 ideologisch an sie anschlussfähig gewesen wären.

Dies betraf nicht nur das lange als Vorbild geltende faschistische Italien unter dem „Duce“ Benito Mussolini.

Zum Beispiel gab es auf Seiten des späteren Kriegsgegners Großbritannien mit dem Kurzzeit-König Edward VII., dem einflussreichen Lord Londonderry und dem Führer der „British Union of Fashists“, Oswald Mosley, große Sympathisanten für das Dritte Reich.

Diese Menschen und Gruppen waren im Europa der 1930er und frühen 1940er Jahre eher die Regel als die Ausnahme.

In fast jedem Land gab es eine einflussreiche und mitgliederstarke faschistische beziehungsweise nationalsozialistische Bewegung:

  • In Spanien die „Falange“
  • In Norwegen die „Nationalen Vereinigung“ unter Vidkun Quisling.
  • In Rumänien die „Eiserne Garde“ als faschistische Dachorganisation.
  • In Kroatien die „Ustascha“
  • In Ungarn die „Pfeilkreuzler
  • In Frankreich die „Französische Volkspartei“.
  • Die sogenannte „Vichyregierung“ unter Marschall Philippe Petain (siehe Bild) und Pierre Laval kollaborierte sogar bis Kriegsende mit dem Dritten Reich. Zu den letzten Verteidigern von Berlin 1945 gehörten französische SS-Angehörige.
Porträt des Generals Philippe Petain
(Everett Collection/Shutterstock)
  • Selbst in den besetzten Gebieten der Ukraine und Russlands gab es mit Gruppen um Stephan Bandera und dem übergelaufenen General Andrej Wlassow Sympathisanten und Kollaborateure des Nationalsozialismus.

1942 gründeten die Nationalsozialisten in Wien sogar einen „Europäischen Jugendverband“, der die verschiedenen Organisationen europaweit verbinden sollte.

Die Niederlage im Zweiten Weltkrieg bedeutete aber das offizielle Ende für die meisten faschistischen und nationalsozialistischen Organisationen.

Der „gewinnbare“ Atomkrieg

Der nach dem Zweiten Weltkrieg beginnende „Kalte Krieg“ zwischen 1945 und 1990 galt zeitweise als sehr stabile politische Ordnung.

Denn obwohl sich mit dem westlichen und östlichen Block (siehe Karte) stark militarisierte Bündnissysteme gegenüberstanden, kam es nie zu einer direkten Konfrontation.

Karte von Europa im Kalten Krieg
(Borhax/Shutterstock)

Als verantwortlich dafür galt das „Gleichgewicht des Schreckens“, das vereinfacht gesprochen so lautete:

Wer als erstes Atomwaffen in einem Krieg einsetzte, fiel danach unweigerlich dem Zweitschlag seiner Gegner zum Opfer.

Zwar hatten sowohl die NATO unter Führung der USA als auch der „Warschauer Pakt“ unter dem Oberbefehl der UdSSR konkrete Pläne für den Fall eines Atomkriegs.

Allerdings hatte keine Seite den Wunsch, einen solchen Krieg zu beginnen.

So führte diese „Mutual Assured Destruction“ vor allem nach der Kubakrise 1962 zu Maßnahmen der Deeskalation und kontrollierten Aufrüstung.

Dennoch gab es auf beiden Seiten zumindest theoretische Überlegungen, im Kriegsfall Atomwaffen offensiv einzusetzen und so den Konflikt schnell für sich zu entscheiden.

Diese Planungen betrafen allerdings vor allem den Einsatz von kleineren Sprengköpfen in Gefechten und wurden soweit bekannt immer negativ beschieden.

In der Nachschau betrachtet kamen sämtliche Studien zum Ergebnis, dass ein Atomkrieg zu viel zu großen Verlusten führen würde, um ihn bewusst zu beginnen.

Da beide Seiten diese rationale Betrachtung bei ihren Gegnern voraussetzten, kam es nie zu einem atomar geführten Krieg.

Dies war allerdings nur so lange der Fall, als auf beiden Seiten rationale Akteure den Oberbefehl innehatten und diese keine missverständlichen Informationen über die Aktionen der Gegenseite erhielten.

Ansonsten war der Ausbruch eines Atomkriegs, der in der Vernichtung der Welt enden würde, eine reine Frage von Zufall und Glück.

Inhalt

Das Großgermanische Reich

In „Wenn das der Führer wüsste“ wird ein solcher Atomkrieg durchgespielt.

In dieser Alternative History haben die Nationalsozialisten den Zweiten Weltkrieg gewonnen und unter Adolf Hitler ein Weltreich errichtet.

Einen Atomschlag (siehe Bild) gegen London im Frühjahr 1945 deutet Otto Basil als entscheidenden Wendepunkt an.

Foto der Explosion der Atombombe über Nagasaki
(Everett Collection/Shutterstock)

Danach bleibt der Verlauf des Krieges offen.

Nur eine Operation Seelöwe II, Luftangriffe gegen das Deutsche Reich, Aufstände in der UdSSR gegen die Kommunisten und Kriegsverbrecherprozesse gegen die ehemaligen Alliierten Staatsmänner werden beiläufig erwähnt.

In den 1960er Jahren dieser Alternativwelt beherrschen die Nationalsozialisten Europa, Amerika sowie Afrika und unternehmen erste Weltraumflüge.

Die Einflusszone des „Großgermanischen Reiches“ geht sogar bis nach Sibirien und Tibet.

In Osteuropa und der ehemaligen UdSSR wurde die einheimische Bevölkerung, sofern nicht als „rassisch geeignet“ eingestuft, größtenteils ermordet.

Das Land wurde danach für eine Besiedlung durch die neuen „Herrenmenschen“ vorbereitet.

„Untermenschen“-Leibeigene gelten als Halbtiere und werden für niedere Arbeiten eingesetzt. Mittels neurologischer Experimenten sollen sie komplett zu Haustieren herabgesetzt werden.

Juden gibt es offiziell nur noch als ausgestopfte Exemplare in Museen.

In Amerika sind die USA als die „Vereinigten Gefolgschaften von Amerika (United Vassal States of America)“ der größte nationalsozialistische Marionettenstaaten. Dort hat der Ku-Klux-Klan die Sklaverei wieder eingeführt und die Schwarzen in Reservate gesperrt.

Nur im Pazifik und Teilen Asiens herrscht mit Japan noch eine andere Macht.

Im „Großgermanischen Reich“ selbst konnte der Nationalsozialismus in über 20 Jahren seine Ideen durchsetzen.

So ist das Christentum fast verschwunden. Stattdessen bekämpfen sich esoterisch und materialistische Ausprägungen der nationalsozialistischen Staatsideologie.

Ordensburgen der SS sowie Zuchtmutterklöster des „Bundes Deutscher Mädel“ übernehmen die Geburtenpolitik und Ausbildung der Jugend.

Das Euthanasieprogramm läuft weiter, wobei „Erbkranke“ als Testobjekte für die Neurochirurgie dienen.

Reichsbeamte werden mit Filmen über Folter und Hinrichtung „geschult“. Ähnliche „Abhärtungssendungen“ für die Bevölkerung dürfen bei Todesstrafe nicht abgeschaltet werden.

Die Reise des Albin Totila Höllriegel

„Wenn das der Führer wüsste“ folgt in dieser Welt dem „Strahlungsspührer und Pendler“ Albin Totila Höllriegel.

Seine Reise beginnt in einem unbekannten Jahr der 1960er und am 9. November, dem Jahrestag des Hitlerputsches und der Novemberpogrome.

Höllriegel, ein österreichischer Nationalsozialist der „ersten Stunde“ arbeitet in einer Kleinstadt Heydrich (früher Bad Frankenstein) im Kyffhäusergebirge.

Als „NS-Naturarzt“ hat er genügend Arbeit.

Denn psychisch sind die Menschen im „Germanischen Weltreich“ am Ende.

Eine offiziell verschwiegene Selbstmordwelle in Gefolge von psychischen Erkrankungen beschäftigt Höllriegel, da er dies auf den Einfluss von Erdstrahlen zurückführt.

In diesem Zusammenhang hat er die Gelegenheit, die bekannte ehemalige Konzentrationslager-Kommandantin Ulla Frigg von Eycke zu behandeln.

Höllriegel fühlt sich allerdings zu der als „Hüterin der Art“ populären Nationalsozialistin in masochistisch-sadistischer Weise hingezogen.

Dann wird er noch zu einem für ihn undurchsichtigen Auftrag in die Reichshauptstadt Berlin geschickt. Dort er stößt dort auf Geschehnisse, die sein Weltbild kurzzeitig infrage stellen.

Dies ist jedoch nichts im Vergleich zu den weiteren Ereignissen.

Denn als Adolf Hitler stirbt, gerät das Leben von Höllriegel und die gesamte Welt endgültig aus den Fugen. Denn in der Alternativwelt des Albin Totila Höllriegel steht Hitler (siehe unten) für die „gute alte Zeit“ und die gemäßigte Mitte.

Münze mit dem Bild von Adolf Hitler und dem Motto "Unser die Zukunft Adolf Hitler"
(Sytilin Pavel/Shutterstock)

Denn die neuen Machthaber des „Großgermanischen Reiches“ sind nochmals fanatischer, emotionsloser und skrupelloser als ihre Vorgänger.

So bricht nicht nur ein Bürgerkrieg im „Großgermanischen Reich“ aus, sondern auch der atomar geführte Dritte Weltkrieg mit Japan.

Rezension

Die dystopische Satire einer Alternative History

In einer total vermondeten Welt
wie der hier geschilderten
durch die jedoch
die Umrisse der heutigen realen Hindurchschimmern
darf der Autor kein Pardon geben
können nur negative Figuren auftreten
Der Autor selbst nimmt für sich in Anspruch
eine solche zu sein

Otto Basil: Wenn das der Führer wüsste

Das Vorwort von „Wenn das der Führer wüsste“ sagt eigentlich schon alles aus.

Denn der Roman von Otto Basil reizt das dystopische und satirische Potenzial von Alternative History über jede Grenze hinaus aus.

Das war von Otto Basil, der unter den Nationalsozialisten Schreibverbot hatte, genau so beabsichtigt, wie der Falter in einer Rezension 2010 bemerkte.

Entsprechend schwer ist der Roman dadurch zu lesen.

Die Satire hat aus meiner Sicht eine erste große Stoßrichtung und eine zweite kleine.

Die erste trifft wenig überraschend den Nationalsozialismus.

So haben sich die Werte der Gesellschaft komplett im nationalsozialistischen Sinne verschoben.

Konzentrationslager wie Auschwitz-Birkenau (siehe Bild) sind in „Wenn das der Führer wüsste“ geschlossen, da der Nationalsozialismus seine Ziele auf ganzer Linie durchgesetzt hat.

Foto der Eisenbahn und des Eingangs zum Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau
(Maciej Matlak/Shutterstock)

Daher sind die Menschen im „Großgermanischen Reich“ von Rassismus, Herrenmenschentum, Esoterik, Technokratie und Unmenschlichkeit geprägt.

Zum Beispiel verkörpert die „goldene Mitte“ für Höllriegel die alte NSDAP beziehungsweise nationalsozialistische Bewegung in der Parole „Die Partei denkt für Dich!“.

Im Vergleich dazu verachten die neuen Nationalsozialisten die alten für ihre angebliche „Weichheit“ im Umgang mit den Japanern oder den „Untermenschen“.

In „Wenn das der Führer wüsste“ gibt auch keinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus, außer in den von den Japanern eroberten Gebieten.

So kommt Otto Basil aus meiner Sicht einer möglichen nationalsozialistischen Nachkriegsgesellschaft sehr nahe.

Denn einerseits ist in „Wenn das der Füher wüsste“ eine nordisch geprägte Esoterik mächtig und von höchster Stelle abgesegnet. Diese ideologische Komponente findet sich bis heute im rechtsradikalen und nationalsozialistischen Spektrum.

Andererseits zeigen die fiktiven Ereignisse um Hitlers Tod, dass die Nationalsozialisten in der „realen“ Geschichte auf ein Netzwerk an Personen bauen konnten, die in den einzelnen Ländern ideologisch anschlussfähig waren. So dauert der Aufmarsch der durchaus bekannten Vasallen- und Marionetten-Regierungen des „Großgermanischen Reiches“ in „Wenn das der Führer wüsste“ mehrere Seiten.

Die zweite, eher im zweiten Teil des Romans zu findende Grundlage der Satire fußt in den „realen“ 1960er Jahren.

Otto Basil verweist hier auf die damals durchaus verbreiteten Gedankenspiele eines vermeintlich gewinnbaren Atomkriegs.

Zum Beispiel in folgendem Zitat.

Aus jedem Wort sprachen Zuversicht, Siegeswille, Vertrauen in die neue Führung, in Partei und Wehrmacht. Das Großgermanische Reich war eine Weltmacht, die nicht mehr zerschlagen werden konnte. Andere Ansichten gab es nicht; und hätte es sie gegeben, wären sie nicht laut geworden.

OTTo Basil: Wenn das der Führer Wüsste.

So erfährt der Leser im Roman oftmals nur beiläufig von Atomschlägen der Deutschen und Japaner.

Auch gibt es immer wieder Hinweise auf den Plan, dass die „Herrenmenschen“ sich in sicheren Weltregionen verschanzen und nach dem atomaren Dritten Weltkrieg die weltweite Diktatur errichten können.

Dies brachte mich auch direkt zu einer Frage meines ehemaligen Geschichtslehrers:

„Was wäre gewesen, wenn ein Wahnsinniger wie Hitler die Atombombe gehabt hätte?“

Denn das atomare Gleichgewicht des Schreckens im „realen“ Kalten Krieg“ funktionierte nur bei rationalen Akteuren.

Die Antwort auf Frage meines Geschichtslehrers liefert meines Erachtens „Wenn das der Führer wüsste“ ebenso realistisch wie dystopisch.

Die nationalsozialistische Heldenreise

Ich betone es mit Absicht nochmals: Entsprechend schwer ist der Roman zu lesen.

In „normalen“ Romanen findet sich ein Held, der auf der sogenannten Heldenreise Hindernisse überwindet und am Ende sein Ziel erreicht.

Auch gibt es Charaktere mit denen sich verschiedene Leser identifizieren können.

Die Heldenreise gibt es in „Wenn das der Führer wüsste“ tatsächlich.

Sie ist allerdings von Anfang bis Ende nationalsozialistisch durchdrungen.

So ist der „Held“ ein aus unserer heutigen Perspektive ein perverser esoterischer Nazi, der zudem paranoid und psychotisch ist. So empfindet er zunächst Freude über den (neuen) Nationalsozialismus und den ausgebrochenen (Atom-)Krieg.

Daneben lebt Höllriegel einen simplen Alltag, der aber komplett von der nationalsozialistischen Ideologie und Esoterik geprägt ist. So ist die aufkommende Sprache des „Mutterdeutsch“, die Otto Basil unübersetzt einsetzt, ein guter Hinweis, wie immer weniger man diese nationalsozialistische Welt versteht.

Diese Prägung trifft auch auf die anderen Charaktere zu.

Deshalb gibt es im ganzen Roman keine „Guten“, mit denen sich ein Leser identifizieren könnte.

Otto Basil schont in seiner harten Satire wirklich niemanden.

So gibt es ein eigenes Kapitel über einen antisemitischen Juden.

Dem unvorbereiteten Leser geht es daher möglicherweise so wie mir, als ich das Buch mit Anfang 20 das erste Mal gelesen habe, und mir schlecht wurde.

Deshalb ist auch das Ende von „Wenn das der Führer wüsste“ passend für einen kaputten Hauptcharakter und einen kaputten Roman mit kaputten Charakteren.

Cover des Buches "Wenn das der Führer wüsste"
(Eigenes Bild)

Ein weiterer Punkt, der das Lesen des Romans erschwert, ist die Vorliebe von Otto Basil für seitenlange Aufzählungen sowie für Anspielungen auf „reale“ Personen und Ereignisse.

So wird zum Beispiel der Philosoph Martin Heidegger mit einem eigenen Charakter satirisch gespiegelt.

Daher bräuchte der 1966 erschienen Romans meines Erachtens zum Lesen eine Art Glossar.

„Wenn das der Führer wüsste“ von Otto Basil ist insgesamt eine schwer zu lesende, aber erschreckend realistische Dystopie über einen siegreichen Nationalsozialismus.

Trotzdem empfehle ich den Roman weiter.

Denn er zeigt aus meiner Sicht am realistischsten eine nationalsozialistische Dystopie.

Potenzielle Leserinnen und Leser sollten sich aber bewusst sein, dass der Roman gerade deshalb schwer zu lesen ist.

Quellen und Literatur

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